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Wie transformiere ich? Anleitung mit Nachhaltigkeit. Drucken
Mischi Ammann, 18.Mai 2009

Einige Seminarteilnehmer fragen mich, wie sie neue Gedankengänge soweit transformieren (umwandeln) können, sodass sie diese Transformation spüren und auch leben können.

Wann weiss ich, dass diese Tranformation im Gange ist?

- Wenn sich die Wortwahl während meiner Gespräche verändert.

Im Modell des Konstruktivismus erschaffe ich meine Welt. Da ich hauptsächlich in Interpretationen denke, benötige ich für meine Gedanken meine Wörter.

Ohne meinen Wortschatz, keine Gedanken. Und ich meine es so: gar keine Gedanken!

Ebenso auch keine Gefühle!

Aus dieser Erkenntnis heraus sind meine Wörter also meine Werkzeuge. Mit diesen Werkzeugen erschaffe ich mir meine Welt.

Nun scheint es nicht so leicht, meine bisher angewandten Wörter auszutauschen. Ich möchte Dir einen Weg zeigen, wie dieses kleine „Wunder" funktionieren kann.

Als ich ein kleiner Bub war, lernte ich gehen. Ich fiel immer mal wieder um, stand auf und versuchte es erneut.

Irgendwann hab ich es verstanden, wie es funktioniert. Ich beschreibe diesen Moment so: „Es ist mir ein Licht aufgegangen." Aufgegangen, wie die Sonne am Horizont. Es wurde Tag!

Mit meinen Wörtern ist es auch so. Wenn ich so schnell wie möglich eine Transformation erreichen möchte, dann sollte ich also üben. Genauso wie beim Gehen.

Nun, als kleiner Bub hab ich über das Gehen nachgedacht? Nein, ich habe es ausprobiert.

So, Du kannst leicht erkennen, auf was ich aufmerksam machen möchte. Ich sollte meine Wörter gebrauchen, wenn ich meinen Wort-Schatz (warum wohl Schatz?) erweitern möchte.

Die Transformation erschaffe ich mir nicht durch tagelanges Nachdenken. Ich erschaffe sie mir, wenn ich schreibe. Wenn mir mein Hirn in Gedanken einen Satz formuliert und ich dann diesen Satz niederschreibe.

Ich bin mir bewusst, dass viele Mitmenschen „schreibfaul" sind. Einige haben sich auch die Rechtfertigung zusammen gebastelt, dass sie nicht gut schreiben könnten.

Wenn ich nicht gut schreiben könnte, wie sollte ich dann gut denken können? Ich habe ja bloss einen Wort-Schatz zu meiner Verfügung.

Wer Ron Smothermon kennt, warum möchte er wohl, dass der Leser die Wachsamkeitsübungen schriftlich formuliert? Weil er Dich als Leser schikanieren möchte?

Wohl kaum.

Also scheint bei einer beschleunigten Transformation nur der Weg des Schreibens zum Erfolg zu führen.

Bitte bedenke, das ist eine Möglichkeit.

Nun, was sollst Du denn scheiben?

Versuche es mit dieser Möglichkeit:


Stell Dir gedanklich den Mitmenschen vor, den Du am meisten liebst.

Nun möchtest Du Deinem Liebsten erklären, was Deine Erkenntnisse sind.

Schreibe Deine Erkenntnisse auf. Beginne bitte ganz am Anfang.

Wie denkst Du, dass ein Gedanken entsteht? Wann fangen wir Menschen an zu denken? Was bedeutet die Sprache? Welche Möglichkeiten sind mit dieser Sprache eröffnet? Was geschieht, wenn Du liebst? Wo sind Deine Gedanken entstanden? Sind daraus Gefühle entstanden?


Dies könnten einige Fragen sein, um Dir beim Beginn Deines Schreibens zu helfen.

 

Nun noch eine kleine Hilfe:

Datiere Dein Schreiben, damit Du feststellen kannst, wann Du was gedacht und gefühlt hast.

Verschwende Deine Zeit nicht mit einer vorgängigen Auflistung der Kapitel Deines Schreibens. Beginne einfach.

Ich kann Dir etwas versichern:

Je mehr Du schreibst, desto einfacher wird Dir das Schreiben fallen. Nach einigen Tagen wirst Du Freude daran haben. Du kannst jederzeit umschreiben, korrigieren, neue Sätze einfügen. Du wirst Dir dabei etwas Grossartiges ermöglichen:

Du wirst mit Deinen Wörtern Deine Welt erschaffen. So, wie sie für Dich gut sein wird.


So, zum Ende dieses Schreibens möchte ich Dir noch einen Gedankengang aufschreiben:

Denke immer daran. Du bist im Besitze von unendlichem Wissen. Ich schätze, dass 5 Millionen Jahre Menschheit in Deinem Wesen verankert ist. Somit wirst Du mit Deinem Schreiben auf all Deine Fragen eine Antwort finden.

Das ist Dein Weg zu Deiner Erleuchtung.

Einige grossartige Mitmenschen sind ihn so gegangen. Somit steht fest, dass Du das auch tun kannst. Niemand erfindet eine neue Erkenntnis. Diese Erkenntnisse sind in uns verankert. In Dir, in Deinem Wesen.

Nun, viel Freude während dem Spiel des Lebens.

Wenn Du jetzt anfängst zu schreiben, dann fängst Du jetzt an zu leben. Glücklich zu leben.

 

 

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