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Der Unterschied im Wissen (1) Drucken

Mischi Ammann, 21. März 2009

Ich möchte aus meiner Sicht den Unterschied von deklariertem Wissen zu metakognitivem Wissen aufzeigen.

Deklariertes Wissen beinhaltet das Wissen, was ich glaube, zu wissen:

  • Ich weiss, dass eine Herdplatte heiss sein kann. Wenn ich auf die heisse Herdplatte fasse, werde ich mich verbrennen.
  • Wenn ich rauche, kann ich krank werden.

Das können Glaubenssätze sein, welche ich mir selbst eingeredet habe. Ich kann Glaubenssätze auch übernehmen. Das „Daran glauben“, das werde ich auf jeden Fall selbst verursachen. Somit habe ich mir meine Glaubenssätze selbst verankert. Ich, ganz alleine, nur für mich.

Diese Sätze können auch Erbauungsreden sein, dann sind sie meiner Meinung nach wirkungslos.

Ein Beispiel:

Wenn ich der 12-jährigenTochter meiner Lebenspartnerin erkläre: „Robyn, Rauchen ist nicht gesund. Rauchen kann Krebs verursachen. Ich fände es schön, wenn Du nie rauchen würdest.“

Rauche ich nun während dieser Aussage oder dem Gespräch 4 Zigaretten, dann ist dieses Gespräch für mich eine reine Erbauungsrede.

Robyn wird mit meiner Aussage nicht viel, bis gar nichts anfangen können. Ausser, dass sie vielleicht feststellen kann, dass ich mich nicht kongruent1 zu meiner Aussage verhalte.

Jeder von uns kennt solche Erbauungsreden. Ich denke, jeder von uns hat bereits selbst solche Erbauungsreden abgehalten.

Wenn ich einem meiner Freunden erzähle, wie ich mich in irgendwelchen Situationen verhalte, es jedoch nicht so handhabe, dann sind das reine Erbauungsreden, gestütz auf deklariertem Wissen.

Die Konsequenz kann beinhalten, dass meine fehlende Kongruenz auffällt, und dass daraus ein befremdendes Gefühl bei meinem Gegenüber entsteht.

Ich beobachte dieses Verhalten oftmals, wenn in meinem Freundeskreis Beziehungsprobleme besprochen werden.

Entweder werden Opferhaltungen unterstützt (Oh je, Du bist aber ein Armer... Oh je, das ist aber gemein ...), oder es gestalten sich Erbauungsreden (Mach das so und so, ich mache das auch immer so ...)

Beide Möglichkeiten können für mich nicht sinnvoll sein. Ausser, der Sinn besteht darin, dass Zeit vergeht. Wir hatten dann ein nettes Gespräch.

1 Kongruenz: Übereinstimmung, Deckungsgleichheit (z. B. von Wissen zu Tun)

 Gibt es denn eine andere Möglichkeit?

 Fortsetzung folgt. So viel: Ja!

 

 

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